Die Feuerwehr Pfaffschwende stellte mit 14 Kameraden die meisten Einsatzkräfte zum Einsatz auf der Autobahn A38 beim Papstbesuch in Etzelsbach/Eichsfeld

Einsatznummer: 075/11-2011 Einsatzaufgabe: Absicherung Sonderparkplatz für Busse auf der voll gesperrten BAB 38 Einsatzstärke: 1/13
Die Einsatzaufgabe bestand darin, die auf der Autobahn als Sonderparkplatz
für Busse geschaffenen Autobahnabschnitte B3, B4,B5 sowie C1 und C2 zu
betreuen.
Morgens um 6:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte mit einem Bus auf die BAB 38
gefahren und Nachts um 12:00 Uhr wurden sie dort wieder nach dem Einsatz
abgeholt.
Auf der Autobahn wurden die Busse ordnungsgemäß eingewiesen. Die Pilger gelangten problemlos über den Pilgerweg "Sankt Johannes" welcher in unserem Bereich zwischen Abschnitt B5 und C1 lag zum Pilgerfeld.
Neben den vielen Feuerwehren des Landkreises, waren weiterhin folgende Organisationen an diesem Einsatz beteiligt: THW, die Bundespolizei sowie Rettungsdienste, Sicherheitsunternehmen und Polizei Letztere parkten mit einem großen Bus und einem Streifenwagen in unserer Rettungsbox. Alls alle Busse standen und das Pilgerfeld geschlossen war gab es einen kleinen Mittagsimbiss. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch das Feuerwehrzentrum sichergestellt.
In der Abenddämmerung während der Marienvesper des Papstes, war auch ein wenig Zeit um folgende Aufnahmen von der beparkten BAB zu machen.
Am Abend gesellte sich auch noch eine Einheit des THW zu uns, welche mit ihrem Beleuchtungsanhänger den Aufgang vom Pilgerweg und einen Bereich der Autobahn ausleuchtete. Kurz danach trafen auch schon die ersten Pilger vom Pilgerfeld ein und machten sich auf den Weg zurück zu ihren Bussen. Hier galt es ganz besonders Aufzupassen, damit kein Pilger die Autobahn überquert und somit die linke Fahrspur kreuzt auf welcher die ersten Busse bereits abfuhren.
Alles in allem kann man von einem sehr erfolgreichen Einsatz sprechen.
Bericht Thüringer Landeszeitung
DAlles sieht so aus, als wenn es seit Jahr und Tag eingespielt
wäre. Eine große Gruppe von Feuerwehrleuten steht am Straßenrand bereit,
winkt einen langsam heranfahrenden Bus auf den vorgesehenen Stellplatz und begrüßt
die aussteigenden Fahrgäste.
Eichsfeld. Die Feuerwehrleute händigen den aus ganz
Deutschland und beispielsweise auch aus Polen angereisten Gästen Informationsblätter
aus. Darauf steht der Name des Weges, den sie jetzt zu gehen haben, um ans Ziel
ihrer Reise zu gelangen: Etzelsbach. Sie lesen hier auch, in welchem Block des
Pilgerfeldes sie ihren Platz einzunehmen haben. Merken müssen sie sich außerdem
den Parkabschnitt ihres Busses. Ausgestiegen sind sie auf der Autobahn A 38 im
Eichsfeld unweit der Steinbachtalbrücke.
Das vom Regionalbeauftragten für den Papstbesuch im
Eichsfeld, Peter Kittel, ausgeklügelte und bereits 2006 in Regensburg erprobte
System, auf einem komplett gesperrten Autobahnabschnitt registrierte Busse zu
parken und die Pilger zum Pilgerfeld (und zurück) zu Fuß gehen zu lassen,
funktioniert auch hier tadellos. Etwa in der Mitte zwischen Steinbach- und
Etzelsbachtalbrücke befindet sich am Fußgänger-Abgang zum Pilgerweg St.
Martin die Zentrale des ungewöhnlichen Feuerwehreinsatzes auf der Eichsfelder
Autobahn.
Peter Bernhardt von der Freiwilligen Feuerwehr Gerbershausen
koordiniert hier den Einsatz von insgesamt 300 Kameraden, von hier aus jeweils
zwei Kilometer in beiden Fahrtrichtungen. Unweit hiervon wurde der
Mittelstreifen geöffnet. Das ist die Wendestelle. Ab hier fahren die aus beiden
Richtungen kommenden Busse zurück, um dann in der Abfahrtsrichtung stehen zu
bleiben. Die Busfahrer bleiben am Fahrzeug, und die Pilger haben strikte
Anweisung, am Abend nach der marianischen Vesper mit Papst Benedikt XVI. genau
den Weg zurückzugehen, auf dem sie zum Pilgerfeld marschiert sind.
Viel Polizei ist natürlich auch am Ort, um den reibungslosen Ablauf zu überwachen.
Alle 500 Meter gibt es Stellen, an denen das Technische Hilfswerk (THW) sich
bereit hält und am Abend bei der Rückreise den Autobahnparkplatz mit
Leuchtballons und Strahlern ausleuchtet. An diesen Punkten stehen auch
stattliche Batterien mobiler Toiletten. Viele Pilger haben immerhin schon eine
lange Fahrt hinter sich. Heike Dietrich und Waldemar Herhut sind mit ihrer
Gruppe um 8.30 Uhr in Stolzenau bei Nienburg an der Weser gestartet. Um 12.30
Uhr steigen sie auf der Autobahn im Abschnitt B1 bei Bodenrode aus und
beschreiten den Pilgerweg St. Johannes. Beide gehen davon aus, dass sie gut
wieder bis hierher zurück kommen. Heike Dietrich war 1987 bei einer Messe mit
Papst Johannes Paul II. im Gelsenkirchener Parkstadion. "Da war meine
Anreise ganz anders", sagt sie, "ich wohnte um die Ecke." Der
Johannes-Weg führt erstmal unter der A 38 durch bis zum Ortsrand von Bodenrode,
wo die Buspilger mit den Wallfahrern zusammentreffen, die vom dortigen Bahnhof
kommen. Eine Gruppe polnischer Pilger entrollt nebenan eine Solidarnosz-Fahne
und schwenkt Benedikt-Fotos, bevor sie sich singend auf den Weg macht. Die
Abschnitte B1 und B2 wurden von der Feuerwehr Bernterode und Krombach betreut .
Und die Abschnitte B3, B4, B5 sowie C1 und C2 werden von den Feuerwehren
Pfaffschwende, betreut.. Während die Busse jeweils auf dem rechten
Fahrstreifen geparkt werden, bleibt die Überholspur als offene Fahrspur frei.
Die Pilger gehen auf dem Standstreifen zum nächsten, provisorisch geschaffenen,
Abgang von der Autobahn beziehungsweise zu Treppen, die an Böschungen nach oben
führen. Fünf solcher Ausgänge gibt es insgesamt. Strengstens verboten ist
allerdings für alle Fußgänger das Betreten der beiden Autobahnbrücken, die
Steinbachtal- und die Etzelsbachtalbrücke. Zu groß ist die Gefahr eines
Unfalls. Der mittlere Abschnitt schließlich ist für die Pendelbusse der
Eichsfeldwerke und besondere Fahrten vorbehalten.
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